Die Schauspielerin
Roman
Kasimir Funk ist ein Träumer, ein junger Mann, der das Leben in all seiner Fülle von Glücksmöglichkeiten liebt. Als er gelegentlich einer Aufführung von »Romeo und Julia« die bezaubernde Schauspielerin Luna Eulenborn sieht, entflammt sein Schlaraffenherz in unbändiger Leidenschaft, Spiel und Wirklichkeit süß vermengend. Trotz der warnenden Worte seines vernünftlerischen Freundes Bert Engström kann er nicht widerstehen: er schreibt Luna einen langen, gefühlvollen Liebesbrief, überzeugt, dass seine blumige Beredsamkeit auch in ihr ein Flämmchen der Liebe entfachen werde. Hier, an der Schwelle zwischen Traum und Wirklichkeit, eröffnet sich ihm ein neues Kapitel seines Lebens.
»Die Schauspielerin« ist ein Roman über die Sehnsüchte und Illusionen der Jugend, über die Macht von Träumen und Hoffnungen, die oft mehr im Herzen und in der Fantasie lebendig sind als in der Realität. Was sich in diesem Werk entfaltet, ist eine erzählte Welt, die ihre eigene Unwirklichkeit schalkhaft belächelt. Bewahrung und Auflösung formaler Erzähltradition gehen hier nachdenklich ineinander und ergeben eine liebevolle Ironie, eine warmherzige Selbstkritik künstlerischen Gestaltens.
520 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag.
34 Euro.
Erschienen am 20. November 2024.
ISBN: 978-3759785893
Marienkäfer
Ein Gedenkstättenerlebnis
Erzählung
Die Gedenkstätte Buchenwald, ein Ort der Trübsal und einstiger Gräuel, wird tagtäglich von vielen hundert Menschen besucht, die sich von der schonungslosen Vergangenheit zu Milde und Offenheit ermahnen lassen. Als aber Noah, ein zu Weltverzweiflung und düsterer Tatenlosigkeit geneigter Alleinling, eines Tages die Stätte besichtigt, trifft er mit einigen anderen Besuchern zusammen, deren Verhalten von Ungerührtheit, ja Angeödetheit geprägt ist: touristenartige Familien, witzelnde Schulklassen, zankende Ignoranten, wenig Anlass zur Hoffnung also. Umso entsetzter ist Noah, als seine besondere Empfänglichkeit für die Schwere dieses Ortes ihn einen Blick ins Gestern werfen lässt. Schattenhaft glaubt er, die barbarischen Verbrechen vor sich geistern zu sehen und den Nachhall unsäglicher Häftlingsqualen zu erfühlen. Wie kann man schließlich kein Auge dafür haben? Zuversicht beginnt er erst zu schöpfen, als ihm ein Marienkäfer ins Gesicht glittert und er von einer seelenvollen jungen Frau angesprochen wird, die ihm erstmals die Augen für das Gute in der Welt öffnet ...
72 Seiten, broschiert.
5 Euro.
Erschienen 2021.
ISBN: 978-3740770853